Donnerstag, 4. November 2010

Die Wueste lebt

3. November 2010
In den Katakomben von Lima haben sie gesagt, dass die Menschen hier ohne Saerge begraben wurden, weil Holz knapp war, keine Baeume, aus denen man Bretter fuer Saerge haette saegen koennen. Das Holz fuer die groessen Altare in der Kathedrale Limas wurde extra aus Nicaragua beigeschafft. Der Weg aus dem Amazonas ueber die Anden war wohl zu beschwerlich.

In unserem Luxusbus von Cruz del Sur schaukeln wir durch den dichten Verkehr aus Lima hinaus. Es geht vorbei an Baracken aller Art. Die aus den Flachdaechern ragende Anschlussbewehrung zeigt vom stillen Optimismus der Bewohner Ihre Behausung irgendwann noch weiter aufzustocken.
Dann verlieren sich die Huetten und wir gleiten vorbei an nicht enden wollenden Sandduenen auf der einen Seite und dem blau glietzernen Pazifik auf der anderen.
Und es ist wahr.
Nicht ein einziger Baum weit und breit. Mehr noch. Nichteinmal Buschwerk ist zu sehen. Ich erwarte in der Ferne die tausende Meter hohen Anden zu sehen. Doch hinter den Sandbergen sind nur noch hohere Sandberge, soweit das Auge reicht.

Wir bekommen Mittagessen serviert waehrend wir ueber die frisch ausgebaute Autobahn gen Sueden gleiten. Am Strassenrand eine Reklametafel an der anderen. Bis zur weiten Biegung der Strasse und mehr dahinter.
Allein, niemand glaubt hier seine Zielgruppe zu erreichen. Und so bleiben die Gerippe aus Stahl leer. Bis zur weiten Biegung der Strasse und dahinter.

2 Comments:

Anonymous Pa der Vadder said...

Ist das die Straße nach nowhere? Keine Bäume, kein Gebüsch, Stahlgerippe entlang der Straße ... das klingt nach Abenteuer "im der Wüste".
Mittagessen im Bus klingt aber ein bisschen nach Zivilisation - also nicht total im NOWHERE.
Ich schätze, das Abenteuer hat begonnen ...

12:56 AM  
Blogger Jan on Tour said...

Die Busse von Cruz del Sur sind so wie die Pullmann in Argentinien.
So laesst es sich reisen!
Aber draussen, das war schon krass. Haette nie gedacht, dass Lima echt so in die Wueste gebaut ist.
15° suedliche Breite und taeglich diesig vom Meer, da koennte man ja bisschen was an Wald erwarten. Aber nix da.

1:30 AM  

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