Mittwoch, 12. Dezember 2007

Whale Watching auf der Peninsula Valdez

Da sind wir gestern dann also nach unserer Nachtfahrt Coche Cama in Puerto Madryn an der argentinischen Westkueste angekommen, haben unser Zeug erstmal ins Hostal gebracht und als wir dort erwaehnt haben, dass wir auch eine Tour machen wollen, war dann auch was frei - leider nur im 6er Dorm.
Ging gleich um acht los, so frueh haben wir das Programm noch selten begonnen.
Sind mit einem Minibus auf die Halbinsel (Peninsula) Valdez gefahren und haben uns dort eine Kolonie Seeelefanten (nach neuer Rechtschreibung mit eee ?!?) und Magelanpinguinen angesehen. Naja. Bei den Elefanten waren keine richtig ausgewachsenen Bullen dabei, die mal eben sechs Tonnen auf die Waage bringen und man konnte sie auch nur von den Duenen aus beobachten, wie sie unten am Strand liegen und sich sonnen. Und in der Kapregion von Sued-Afrika konnte Sven und ich damals mitten durch die Pinguine gehen, das waren auch noch was anderes.
Aber dann stand Whale Watching auf dem Programm, und das war wirklich abgefahren.
Mit Zodiacs mit 3x250 PS sind wir in die Nachbarbucht gefahren, wo die Wale sich noch tummeln sollen. Wir schauen uns um, koennen aber keine Fontaenen oder Schwanzflossen ausmachen. Und dann haben wir sie gesehen. Gleich mehrere Paare, meisst Muetter mit ihren Kaelbern, ueber die Bucht verteilt. Wahnsinn diese riesen Tiere, die mit gut 15m rund 50 Tonnen auf die Waage bringen.
Friedlich schwammen sie vor sich hin, tauchten gelegentlich ein paar Meter ab, um dann wieder mit den charakteristischen Fontanen aus Wasser und Luft aufzutauchen.
Von unserem Boot liessen sich die Riesen der Meere garnicht beeindrucken. Im Gegenteil: Sie kamen sogar naeher an unser Boot geschwommen, um mehr ueber das quirlige Ding zu erfahren, dass sich da gerade schwerfaellig in Position gebracht hat.
Zu keinen Zeitpunkt aber haben sie unser Boot beruehrt. Trotz der enormen Masse, sind sie mit virtuoser Leichtigkeit rechtzeitig abgetaucht oder abgebogen.
Wirklich ruehrend war auch zu sehen, wie die Mutter minutenlang die Luft anhaltend auf dem Ruecken schwamm und ihr Kalb auf ihrem Bauch hielt. Nicht etwa zum saeugen, sondern, um ihm das schwimmen zu erleichtern bis sie unter ihrem Kalb herausrolte um selbst wieder Luft zu holen.

Eigenartigerweise, anders als Delfine, leben die Glattwale nicht in grossen Familien zusammen. In ein paar Wochen werde sich Mutter und Kalb auf ihren Weg Richtung Antarktis machen, wo sie mehr Nahrung als in den warmen Gewaessern Argentiniens finden werden.

4 Comments:

Anonymous Pa der Vadder said...

so so, da leben die Glattwale nicht in grossen Familieb zusammen ... wer haette das gedacht ... und was Du so alles weisst !!! Es gilt ja doch (noch) der alte Spruch: REISEN BILDET Das ist ja eine Mords-Tour gewesen von Bariloche an der Westgrenze rüber nach Puerto Madryn an der Ostküste Argentiniens. Und jetzt weiter nach Süden? Per Bus oder Flieger? Wir sind gespannt auf die naechsten Berichte. Hast Du eigentlich schon einen HI-Ausweis? Oder sind das "markenfreie" Hostals, in denen Ihr uebernachtet? Weiterhion eine gute Zeit!

12:27 PM  
Blogger Jan on Tour said...

Die Fahrt von Bariloche nach Puerto Madryn war ja gar nix. 13 Stunden locker im Coche Cama, wie die Business im Flieger. Abends um sechs rein in den Bus, noch was zu essen eingenommen, Gegend angesehen, Film geguckt und morgens um sieben da. Sogar fast ausgeschlafen.
Heute haben wir da eher ne Tour gemacht. 18:30 in Puerto Madryn los, 13:30 Ankunft in Rio Gallegos 14:00 naechster Bus 18:30 Ankunft in El Calafate. 24h fuer 230 Pesos ( : 4,5 = 51 Euro).

11:30 PM  
Blogger Jan on Tour said...

Ach ja, und einen HI Ausweis haben wir seit Bariloche auch. Hat 40 AP gekostet und uns direkt 20 Rabatt gegeben (pro Person oder Zimmer oder insgesamt fuer zwei Naechte? Keine Ahnung mehr...). Hier in El Calafate gibt´s damit auch Rabatt, aber nicht auf das Doppelzimmer, das wir heute haben sondern nur auf die Dorms, wohin wir morgen umziehen. Die kosten dann 27 statt 30 Pesos (also 67 Cent gespart! Pro Person!). Das Doppelzimmer koset 150 pro Nacht. Also 75 pro Person sprich 17 statt 6 Euro. Eigenartig, wie sich immer die Wahrnehmung verschiebt, wenn man auf Reisen ist. Die 11 Euro waeren´s mir ja eigentlich wert nicht noch zwei andere Nasen im Zimmer zu haben...
Oh well!

4:05 AM  
Blogger Gina said...

Plötzlich überkommt einen der Geiz. Daheim würde man locker 20 Euro für ein Bett bezahlen, das wäre ja noch eher billig... Und was kostet das Steak und die Flasche Tinto?

9:26 PM  

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